Vermischtes / SAQs - Antworten auf seltene Fragen

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Turnerkreuz
von H. Felsing 1844 geschaffenes Zeichen, das die vier ›F‹ des von F.L. Jahn eingeführten Turnerwahlspruchs in ein symmetrisches graf. Bild brachte, das die Form eines Kreuzes hat. (Brockhaus – Die Enzyklopädie. Leipzig, Mannheim 1999)
     
Deutsche Turnfeste
1860 Coburg
1861 Berlin
1863 Leipzi
1872 Bonn
1880 Frankfurt am Main
1885 Dresden
1889 München
1894 Breslau
1898 Hamburg
1903 Nürnberg
1908 Frankfurt am Main
1913 Leipzig
1922 Leipzig
1923 München
1928 Köln
1929 Nürnberg
1933 Stuttgart
1938 Breslau
1948 Frankfurt am Main
1953 Hamburg
1958 München
1963 Essen
1968 Berlin
1973 Stuttgart
1978 Hannover
1983 Frankfurt am Main
1987 Berlin
1990 Dortmund/Bochum
1994 Hamburg
1998 München
2002 Leipzig

Turnerschaften
Farben tragende, schlagende Studentenverbindungen mit dem Grundsatz, Leibesübungen in den akadem. Kreisen zu fördern. Aus dem 1872 gegründeten Cartell-Verband der Akadem. Turnvereine (AZV) ging nach der Abspaltung der nicht-farbentragenden Vereine (1883; Akadem. Turnerbund) 1885 der Vertreter-Convent (VC) der Akadem. Turnvereine hervor. 1897 änderte der ATV seinen Namen in Turnerschaft, 1933 in Verband der T. auf dt. Hochschulen. Zus. mit den österr. Landsmannschaften gründeten die österr. T. 1933 den Österr. Landsmannschafter- und Turnerschafter-Convent (ÖLTC). Nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen sich die T. 1951 in Coburg mit den Landsmannschaften zum Coburger Convent zusammen. (Brockhaus – Die Enzyklopädie. Leipzig, Mannheim 1999)
 
Turnerwahlspruch
Von F.L. Jahn übernommener Studentenspruch, den Jahn in der Reihenfolge ›frisch, frei, froh (fröhlich), fromm‹ verwendete. In dieser Folge ist der T. bereits 1836 in der Schweiz geläufig gewesen. In den USA wurde der Wahlspruch, der sich in ähnl. Form (meist ohne das viel umstrittene, weil falsch ausgedeutete ›fromm‹) in sieben Sprachen findet, in ›frisch, frei, stark, treu‹ umgewandelt. Heute wird der T. in Dtl. meist in der Reihenfolge ›frisch, fromm, fröhlich, frei‹ gebraucht. (Brockhaus – Die Enzyklopädie. Leipzig, Mannheim 1999)
 
Turnfest
größte breitensportl. Veranstaltung auf nat. Ebene mit Wettkämpfen, Schauvorführungen und Kulturprogrammen. 1841 fand in Frankfurt am Main das erste überregionale T. in Dtl. statt, weitere folgten u.a. in Hanau (1843), Mainz (1844), Reutlingen (1845) und Heilbronn (1846). 1860 traf sich in Coburg erstmals die gesamt dt. Turnerschaft (rd. 1000 Teilnehmer). Von da an wurden zunächst unregelmäßig und seit 1898 meist alle fünf Jahre Deutsche T. veranstaltet. – Das erste Dt. T. nach dem Zweiten Weltkrieg fand 1948 in Frankfurt am Main statt (›Frankfurter T.‹), dem in der Bundesrepublik Dtl. bis 1983 in Abständen von fünf Jahren weitere folgten (dann 1987, 1990 und seitdem alle vier Jahre). In der DDR veranstaltete der DTSB der DDR zw. 1954 und 1987 in Leipzig acht Turn- und Sportfeste der DDR. Das erste T. nach der dt. Einheit fand 1994 in Hamburg statt. (Brockhaus – Die Enzyklopädie. Leipzig, Mannheim 1999)
   
Wappen der Stadt Lollar
Pferdekopf, Brücke, 1-Kreuzer-Stück. Gemessen an der Ersterwähnung Lollars in 1242 ein "junges Ding", das 1967 nach einer Akte im Staatsarchiv Wiesbaden entworfen wurde. Nach dieser wurde von 1711 bis 1811 in Lollar Brückenzoll erhoben, für jedes Pferd ein Kreuzer. Dass ältere Bedeutungen unserer Stadt, z.B. der Gerichtssitz, bei der Wappenkonstruktion keine Rolle spielten, mag verwundern. Immerhin fand man aber in der Gemarkung Lollar eine keltische Münze, die ein geflügeltes Pferd zeigt, und später erhielt das Städtchen wirtschaftliche Bedeutung durch die Pferde-Vorspannstation für Fuhrwerke über die Berge Richtung Marburg - Gaststätten, Gewerbebetriebe in der Folge. Also mag man sich mit dem Pferd im Wappen versöhnen. (Siehe "750 Jahre Lollar. 1242 - 1992. Hg. v. Magistrat der Stadt Lollar)