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3.9.2014

Mit freundliche Genehmigung der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 3.9.2014

 

Leichtathletik - U18, Deutsche Meisterschaften
Nagorr bester Zehnkämpfer des 98er-Jahrgangs

 

 

(jth) In Bernhausen bei Stuttgart wurden am vergangenen Wochenende Deutschlands beste Nachwuchs-Mehrkämpfer der Altersklassen U16 und U18 gesucht. Im Feld der U18 war auch Christopher Nagorr vom LAZ Gießen/TSG Lollar dabei. Er erzielte mit 6714 Punkten und einer neuen Disziplin-Bestleistung im Weitsprung einen ausgezeichneten vierten Rang in einem sehr starken Teilnehmerfeld. Der Staufenberger war mit seiner Leistung bester Zehnkämpfer des jüngeren Doppeljahrganges.
Zunächst stand der 100-m-Sprint auf dem Programm. Mit 11,33 s konnte Nagorr gleich eine gute Leistung zur Punktebilanz beisteuern. In der zweiten Disziplin, dem Weitsprung, ging der Athlet der TSG Lollar mit hohen Erwartungen an die Wettkampfstätte. Mit seinem Trainer Markus Czech hatte er viel Zeit in das Techniktraining investiert. »Christopher hat sich in den ersten beiden Versuchen mit dem Anlauf etwas schwergetan. Nach einigen technischen Hinweisen konnte er dann im dritten Versuch mit 6,58 m eine neue persönliche Bestleistung aufstellen«, sagte Czech.
Die dritte Übung, das Kugelstoßen, katapultierte Nagorr sogar auf den Bronzerang. Mit 14,89 m zeigte er eine ausgezeichnete Leistung. Jedoch war auch hier der Anfang schwer, und der letzte Versuch brachte die erhoffte Leistungssteigerung. Mit leichten Fersenschmerzen vom Weitsprung ging er etwas verhalten in den Hochsprung. Um das Risiko eines »Salto nullo« zu vermeiden, wählte Nagorr eine Anfangshöhe von 1,63 m. Die Sprünge wurden immer sauberer und er überquerte später 1,78 m. Bei 1,81 m spürte der LAZ-Athlet wieder seine Ferse und riss diese Höhe. Zum Abschluss des ersten Tages stand der 400-m-Lauf an. Nagorr ging es sehr stark an, vielleicht etwas zu schnell. Das hatte am Ende Auswirkungen auf die Zeit, denn die letzten 50 m wurden schwer. 52,43 s waren aber zufriedenstellend. Nach dem ersten Tag lag Nagorr mit 3604 Punkten auf Rang fünf.

Speerwurf bleibt Paradedisziplin

Über 110 m Hürden lieferte er bei nasser Bahn mit 14,56 s das zweitbeste Ergebnis aller Teilnehmer ab. Direkt danach ging es zum Diskuswerfen. Mit einer Weite von 36,79 m konnte das heimische Leichtathletik-Ass die Situation meistern. Zum Bronzerang fehlten nun 23 Punkte. Die Situation im Stabhochsprung war dann sehr kritisch, denn durch die nassen Stäbe sind große Höhen sehr gefährlich. Mit übersprungenen 3,10 m meisterte Nagorr die Situation und verteidigte den vierten Platz.
Im Speerwurf, der Paradeübung des Staufenbergers, zeigte der LAZ-Starter noch mal seine Leistungsstärke. Mit 55,85 m bestätigte er erneut Rang vier. Im abschließenden 1500-m-Lauf verteidigte er mit in einer Zeit von 5:01,71 Min. diese Position. Am Ende sammelte Nagorr 6714. Sieger wurde Manuel Eitel (SSV Ulm) mit neuem deutschen Rekord von 7737 Punkten. »Er ist bester 98er-Zehnkämpfer in Deutschland, und wir haben das gesteckte Ziel, ein Platz unter den Top 5, erreicht«, lobte Trainer Markus Czech.
Nagorr selbst resümierte: »Die 7000 Punkte sind leider noch nicht gefallen, aber das konnte man auch am zweiten Tag nicht erwarten. Viele Athleten kamen deutlich schlechter mit dem Wetter zurecht. Und weil ich bester Athlet des 98er-Jahrgangs war, bin ich sehr optimistisch und voller Erwartungen für das nächste Jahr.«

Erzielte den vierten Platz bei den deutschen U18-Mehrkampf-Meisterschaften: Christopher Nagorr vom LAZ Gießen. (jth)

 

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